Über die Postleitzahl 96484
Meeder liegt im Talbecken des Sulzbaches nördlich von Coburg, genau auf der Rhein-Weser-Wasserscheide. Zur Gemeinde gehören 18 Ortsteile, darunter Ahlstadt, Großwalbur, Kleinwalbur, Beuerfeld und Wiesenfeld bei Coburg.
1074 erstmals erwähnt, erhielt Meeder bereits 1125 das Marktrecht, ungewöhnlich früh für einen fränkischen Ort; als Urpfarrei christianisierte der Ort neben Fechheim einst das ganze Coburger Land. Der Dreißigjährige Krieg traf Meeder besonders hart: Der weitaus größte Teil der Bevölkerung kam ums Leben oder floh, 1637 brannte zudem fast das gesamte Dorf ab. Zur Erinnerung ordnete Herzog Friedrich Wilhelm II. 1650 ein jährliches Dank- und Friedensfest an, das bis heute gefeiert wird – außer in Augsburg wird dieser besondere Friedensdank sonst nirgends so gepflegt, dokumentiert im 1982 gegründeten Friedensmuseum. In Meeder wurde zudem Johann Nikolaus Forkel geboren, der erste Bachbiograph und Begründer der modernen Musikwissenschaft, der seine ersten musikalischen Versuche an der barocken Orgel der Kirche St. Laurentius unternahm.
Auf 73,3 km² kommen 3.519 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 48 je Quadratkilometer.
Benachbart liegen Coburg, Bad Rodach, Weitramsdorf und Lautertal im Landkreis Coburg sowie Eisfeld in Thüringen.