Über die Postleitzahl 97753
Rund 25 Kilometer nördlich von Würzburg liegt die Kreisstadt Karlstadt im mainfränkischen Weinbaugebiet, die die Postleitzahl 97753 nahezu ausschließlich bildet. Zu ihr gehören zwölf Gemeindeteile, darunter Wiesenfeld, Karlburg, Laudenbach, Stetten, Gambach, Rohrbach und Heßlar. Im mainfränkischen Dialekt heißt die Stadt „Karscht“, ihre Bewohner werden scherzhaft „Flaak“ genannt.
Die Wurzeln der Stadt liegen im Gemeindeteil Karlburg, dessen erste Erwähnung 742 mit der Gründung des Bistums Würzburg zusammenhängt und der einer Sage nach sogar Geburtsort Karl Martells und Karls des Großen gewesen sein soll. Die Siedlung Karlstadt selbst gründete Bischof Konrad von Querfurt um 1202 in der Nähe. Nach dem Bauernkrieg von 1525 fanden im Auftrag des Fürstbischofs Hinrichtungen und Landesverweisungen in der Stadt statt. Bis heute prägen zwei Naturschutzgebiete um Karlstadt, Grainberg-Kalbenstein-Saupurzel und Mäusberg-Rammersberg-Ständelberg, die floristisch und faunistisch reichhaltigsten Trockengebiete Bayerns. Auch der Weinbau bleibt trotz geringer wirtschaftlicher Bedeutung Teil der lokalen Identität, mit den Lagen Roßtal und Im Stein.
Auf 97,8 km² zählt die PLZ 97753 14.760 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 151 je Quadratkilometer. Der Bahnhof Karlstadt liegt an der Main-Spessart-Bahn zwischen Würzburg und Aschaffenburg; Nachbarorte sind Zellingen, Himmelstadt, Thüngen, Arnstein, Gemünden am Main und Lohr am Main.