Über die Postleitzahl 97225
Am linken Mainufer zwischen Würzburg und Karlstadt liegt der Markt Zellingen, Sitz der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft im Landkreis Main-Spessart, dessen Gemarkung fast die Hälfte der Postleitzahl 97225 ausmacht. Der Ort ist namensgebend für die Zellinger Mulde, eine geologische Struktur Unterfrankens, und wird urkundlich erstmals im Zusammenhang mit dem vorübergehend geltenden, aber ungenutzten Schweinfurter Stadtrecht der Jahre 1312/1313 greifbar. Um 1575 erließ Julius Echter von Mespelbrunn eine eigene Dorfordnung für den Ort.
Zur Gemeinde gehören seit den bayerischen Gebietsreformen auch Retzbach, das schon 815 als „Rezzibah“ erstmals urkundlich erwähnt wurde und sich zu einem Wallfahrtsort entwickelte, sowie Duttenbrunn, dessen Kirche St. Margaretha zwischen 1190 und 1220 erbaut wurde und als älteste erhaltene steinerne Urkunde des Dorfes gilt. Im Bauernkrieg 1525 war der Duttenbrunner Georg Knecht an der Zerstörung der Karlsburg beteiligt und wurde später in Karlstadt hingerichtet. Die Alte Mainbrücke Zellingen, 1884 erstmals errichtet, fiel gegen Ende des Zweiten Weltkriegs einer Sprengung zum Opfer und wurde danach wieder aufgebaut, seit 1993 ergänzt sie eine zweite Mainbrücke.
Durch das Gemeindegebiet führt die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg mit dem Hohe-Wart-Tunnel, während der Bahnhof Retzbach-Zellingen an der Main-Spessart-Bahn liegt. Die Postleitzahl 97225 zählt 6.332 Einwohnerinnen und Einwohner auf 41,3 km², was 153 Personen je Quadratkilometer entspricht. Nachbarorte sind unter anderem Erlabrunn, Himmelstadt, Leinach und Karlstadt.