Über die Postleitzahl 25704
Meldorf trägt zwar nur gut ein Sechstel der Fläche dieser Postleitzahl im Kreis Dithmarschen, prägt sie aber als historischer Hauptort: 1076 nannte Adam von Bremen den Ort als Mutterkirche der Dithmarscher, 1265 erhielt Meldorf das Stadtrecht, verlor es 1598 wieder und gewann es 1870 zurück. Bis zur Verlegung nach Heide war Meldorf im Mittelalter Hauptort Dithmarschens und bis 1970 Kreisstadt von Süderdithmarschen – das ehemalige Kfz-Kennzeichen MED des Kreises leitet sich von seinem Namen ab. Im Zentrum steht der zwischen 1250 und 1300 errichtete Dom St. Johannis, einer der bedeutendsten mittelalterlichen Kirchenbauten der Westküste.
Größere Gemeinden sind zudem Nordermeldorf, das 1974 aus Barsfleth, Christianskoog und Thalingburen entstand und über den Speicherkoog an die Nordsee und den Nationalpark Wattenmeer grenzt, sowie Elpersbüttel, dessen Fläche sich 1977 durch die Eindeichung des Speicherkooges deutlich vergrößerte. In Busenwurth bei Elpersbüttel wurde bereits um 50 nach Christus ein Wohnstallhaus auf einer Wurt errichtet, eine der ältesten Siedlungsspuren der Seemarsch. Epenwöhrden erinnert mit einem 1900 errichteten Gedenkstein an die Schlacht bei Hemmingstedt von 1500, in der die Dithmarscher Bauern die Truppen des dänischen Königs zurückschlugen.
Auf 125,4 km² leben 11.634 Menschen, das entspricht 93 je Quadratkilometer. Der Meldorfer Hafen ist durch ein Sperrwerk von der Nordsee getrennt, der angrenzende Speicherkoog dient seit 1979 als Naherholungs- und Naturschutzgebiet. Nachbarplätze sind unter anderem Sankt Michaelisdonn, Büsum und Wesselburen.