Über die Postleitzahl 28357
Die Postleitzahl 28357 ist die flächengrößte im Bremer Osten und vereint die ländlich geprägten Ortsteile Blockland und Borgfeld mit einem Abschnitt von Horn-Lehe; zu ihr zählen zudem die Weiler Am Hexenberg, Kuhsiel, Niederblockland und Oberblockland sowie das Quartier Lehesterdeich.
Der Name Blockland geht auf die mittelalterliche Einteilung der Landschaft in Blöcke durch Entwässerungsgräben zurück. Ab 1113 kultivierten im Auftrag des Bremer Erzbischofs holländische Siedler das Gebiet durch den Bau von Gräben, Deichen und Sielen; Hemmstraße und Waller Straße entstanden dabei als erste Verbindungswege beiderseits der Kleinen Wümme. 1741 wechselte das Blockland zum Kurfürstentum Hannover, bevor es ab 1803 wieder bremisch wurde; ab 1743 entstand die barocke Pfarrkirche in Wasserhorst.
Borgfeld verdankt seinen Namen einer im Jahr 1235 erwähnten befestigten Burg an einem Wümmeübergang, vor der sich im Mittelalter das namensgebende Feld besiedelte; Scherbenfunde am Erbrichterweg belegen Siedlungsspuren der Chauken um das Jahr 900. Im Horn-Lehe-Anteil der Postleitzahl finden sich die Universität Bremen, der angeschlossene Technologiepark samt Fallturm, das Wissenschaftszentrum Universum sowie ein Rhododendren- und ein Botanischer Garten; der Name Horn geht auf das niederdeutsche Wort für Spitze oder Sporn zurück und bezog sich ursprünglich auf eine Landzunge zwischen zwei früheren Läufen der Kleinen Wümme.
21.604 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf 42,5 km², das ergibt 508 je Quadratkilometer. Die Postleitzahl grenzt an die niedersächsischen Gemeinden Ritterhude, Lilienthal und Ottersberg sowie an mehrere Bremer Postleitzahlen wie 28219 und 28355.