Über die Postleitzahl 69115
Heidelberg, Stadtkreis im Nordosten Baden-Württembergs, teilt sich die Postleitzahl 69115 zwischen den Stadtteilen Weststadt, Bergheim und Bahnstadt; ein kleiner Zipfel der Südstadt gehört ebenfalls dazu. Bergheim ist dabei älter als die Stadt selbst: Erste Siedlungsspuren reichen in die frühe Steinzeit zurück, 769 wird der Ort im Lorscher Codex erstmals urkundlich genannt, und bei Grabungen am Altklinikum kamen Reste einer römischen Neckarbrücke zutage. 1392 ließ Pfalzgraf Ruprecht II. das Dorf abbrechen, um die Residenzstadt Heidelberg nach Westen zu erweitern; erst im 18. Jahrhundert entstand an gleicher Stelle der heutige Stadtteil, der den alten Namen wieder aufnahm.
Die Weststadt wuchs ab 1840 um den neu errichteten Badischen Bahnhof: Mit dem Bebauungsplan von 1872 wurde der sogenannte Rohrbacher Baubezirk zum offiziellen Baugelände, und mehrere Luxushotels an der Rohrbacher Straße ließen den Fremdenverkehr sprunghaft steigen. Bis heute prägen denkmalgeschützte Villen und alter Baumbestand das Viertel, dessen Zentrum der Wilhelmsplatz mit seinem Wochenmarkt bildet. Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs entsteht die Bahnstadt, die einmal als größte Passivhaussiedlung weltweit gelten soll; ein alter Wasserturm am Czernyring erinnert an die frühere Nutzung der Fläche.
Auf den 4,1 km² der Postleitzahl kommen 27.168 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 6.645 je Quadratkilometer. Nach Osten grenzt die 69117 mit der Heidelberger Altstadt an, nach Norden die 69120 mit Neuenheim und Handschuhsheim.