Über die Postleitzahl 69126
Im Süden Heidelbergs liegen vier Stadtteile in der Postleitzahl 69126: Rohrbach mit dem größten Anteil, dazu Emmertsgrund, Boxberg und ein Teil der Südstadt. Rohrbach war bis 1927 selbstständig und wurde 1901 durch die Straßenbahnlinie Heidelberg–Leimen–Wiesloch erschlossen; während der Novemberpogrome 1938 zerstörten dieselben Täter, die zuvor schon die Synagoge in der Altstadt verwüstet hatten, auch die Rohrbacher Synagoge am Platz des heutigen Rathauses. Die Südstadt wiederum entstand erst nach dem Zweiten Weltkrieg auf zuvor landwirtschaftlich genutzter Fläche zwischen Weststadt und Rohrbach; einzelne Vorkriegsbauten wie das 1931 errichtete Krankenhaus Bethanien und die 1937 gebaute, heute als Campbell Barracks genutzte Kaserne blieben erhalten.
Ab 1970 entstand südöstlich von Rohrbach der Emmertsgrund als Großwohnsiedlung der Neue Heimat, geplant unter Mitwirkung des Soziologen Alexander Mitscherlich sowie der Architekten Fred Angerer und Alexander von Branca; gleichzeitig erschloss die Stadt das Gewerbegebiet Rohrbach Süd für wohnortnahe Arbeits- und Einkaufsmöglichkeiten. Nördlich davon liegt der Boxberg, zuvor eine Rodung der einst selbstständigen Gemeinde Rohrbach: 1960 beschloss der Gemeinderat den Bebauungsplan für die Waldparksiedlung, im Oktober 1962 bezogen die ersten Mieter ihre Wohnungen, und schon einen Monat später band eine Buslinie den neuen Stadtteil an die Kernstadt an.
Auf den 12,0 km² der Postleitzahl leben laut Zensus 34.129 Einwohnerinnen und Einwohner, macht 2.850 je Quadratkilometer. Südlich grenzt die Gemeinde Leimen an, östlich Gaiberg.