Über die Postleitzahl 74572
Auf der Hohenloher Ebene, im nördlichen Landkreis Schwäbisch Hall bis an die bayerische Grenze reichend, liegt die Gemeinde Blaufelden. Die Postleitzahl umfasst nahezu ihr gesamtes, gürtelförmig langgezogenes Gebiet mit dem Kernort und den ehemals selbständigen Gemeinden Billingsbach, Wiesenbach, Herrentierbach und Gammesfeld.
Blaufelden selbst wird 1157 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte zur Herrschaft Werdeck der Herren von Hohenlohe, bevor es 1399 an die Burggrafen von Nürnberg und damit an das Fürstentum Ansbach kam; erst über den Grenzvertrag von 1810 gelangte der Ort von Bayern an Württemberg. Im Ortsteil Herrentierbach erbauten die Herren von Tierbach einst eine Burg auf dem Hügel westlich des Tals, die Rothenburger im 14. oder 15. Jahrhundert zerstörten – erhalten ist nur noch der Burggraben. In Wiesenbach steht eine rund 800 Jahre alte Sommer-Linde mit einem Brusthöhenumfang von 9,75 Metern, die schon in den Hohenloher Lehensbüchern erwähnt wurde. Von Blaufelden aus verkehrte bis zur Streckenstilllegung 1996 eine kleine Bahnlinie nach Langenburg, deren Empfangsgebäude in Raboldshausen einem standardisierten Bautyp der einstigen württembergischen Staatsbahn folgte.
Auf 89,9 km² zählt die Postleitzahl 5.332 Einwohnerinnen und Einwohner, was 59 je Quadratkilometer entspricht. Die Landwirtschaft spielt bis heute eine wichtige Rolle mit fast einhundert Haupterwerbsbetrieben, während der Bahnhof Blaufelden im Stundentakt Richtung Crailsheim und Aschaffenburg bedient wird.