Über die Postleitzahl 74582
Auf einer Anhöhe der Hohenloher Ebene, in einer der größten Karstlandschaften Deutschlands, liegt die Stadt Gerabronn. Die von Jagst und Brettach durchzogene Postleitzahl umfasst nahezu das gesamte Stadtgebiet mit den Ortsteilen Michelbach an der Heide, Dünsbach und Amlishagen.
Gerabronn entstand vermutlich im 10. Jahrhundert als „Gerhiltebrunnen“ und erscheint 1226 erstmals in einer Urkunde, mit der der Ort dem Würzburger Fürstbischof unterstellt wurde; 1525 beteiligten sich die Bewohner am Bauernkrieg. Erst 1886 erhielt die Stadt, die seit 1811 Sitz des Oberamts war, die Stadtrechte. Der Ortsteil Amlishagen ist mit ersten Burgresten aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts noch älter: Nach einem verheerenden Brand 1760, der Kirche, Dorf und fast die gesamte Ernte durch Hagel vernichtete, entstand die heutige Katharinenkirche nach dem Vorbild der Residenzkirche in Kirchberg an der Jagst. Die dortige Schildmauerburg zählt zu den gut erhaltenen Beispielen dieses im Südwesten Deutschlands verbreiteten Burgtyps. Im Ortsteil Morstein steht zudem das Schloss Morstein der Freiherren von Crailsheim.
Auf 40,1 km² zählt die Postleitzahl 4.437 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 111 je Quadratkilometer. Die A 6 zwischen Heilbronn und Nürnberg ist vom Hauptort aus in etwa 15 Kilometern erreichbar, und mit dem Gymnasium Gerabronn steht das einzige staatliche Gymnasium im nördlichen Landkreis Schwäbisch Hall hier, mit einem Einzugsgebiet über die umliegenden Gemeinden hinweg.