Über die Postleitzahl 74585
Rot am See liegt am östlichen Rand der Hohenloher Ebene, ein Stück nördlich von Crailsheim, und wird von einem Abschnitt der Brettach durchquert. Die Postleitzahl deckt fast das gesamte Gemeindegebiet mit dem Kernort und den vier zwischen 1972 und 1974 eingemeindeten Orten Brettheim, Reubach, Hausen am Bach und Beimbach ab.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Rot 1139; seinen Namenszusatz verdankt der Ort einem Stausee, der zwischen 1333 und 1345 durch einen Staudamm nahe der Seemühle angelegt und erst 1757 wieder trockengelegt wurde. 1596 geriet die Bewohnerin Magdalena Ludwig in einen Hexenprozess, gestand jedoch trotz Folter nicht und wurde freigelassen. Brettheim, bereits 1251 als Stauferlehen der Herren von Brettheim genannt, erinnert im Rathaus mit der Erinnerungsstätte „Die Männer von Brettheim“ an drei Bürger: Sie hatten kurz vor Kriegsende vier Hitlerjungen entwaffnet, um die Zerstörung ihres Dorfes zu verhindern, und wurden dafür von SS und Wehrmacht erhängt. Im Weiler Musdorf findet seit dem 12. Jahrhundert alljährlich im Oktober die Muswiese statt, der älteste und größte Jahrmarkt Hohenlohes. 1990 wurde beim Bau eines Gemeindehauses der Erdstall von Rot am See entdeckt.
Auf 74,7 km² zählt die Postleitzahl 5.442 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 73 je Quadratkilometer. Am Bahnhof Rot am See an der Strecke Crailsheim–Königshofen halten im Stundentakt Züge Richtung Aschaffenburg, und die Bundesstraße 290 verbindet den Ort mit dem überregionalen Straßennetz.