Über die Postleitzahl 74592
Auf halbem Weg zwischen den einstigen Reichsstädten Schwäbisch Hall und Rothenburg liegt die Landstadt Kirchberg an der Jagst, deren Stadtgebiet die mittlere Jagst in einem steil eingegrabenen Muschelkalk-Mäandertal durchzieht. Die Postleitzahl umfasst fast die gesamte Stadt mit den Stadtteilen Lendsiedel, Gaggstatt und Hornberg.
1373 erlaubte Kaiser Karl IV. dem Grafen Kraft IV. zu Hohenlohe, vor seiner Burg Kirchberg eine befestigte Stadt zu errichten, die zur Sicherung eines alten Jagstübergangs diente. Nach Verpfändung und Verkauf gehörte die Stadt von 1398 bis 1562 den drei Reichsstädten Rothenburg, Dinkelsbühl und Schwäbisch Hall, bevor das Haus Hohenlohe sie zurückkaufte und die mittelalterliche Burg zwischen 1590 und 1597 zum Schloss umbaute. Über anderthalb Jahrhunderte, mit einer Unterbrechung, diente Kirchberg bis 1861 als Sitz einer eigenen Linie des Hauses Hohenlohe, deren Graf 1764 zum Reichsfürsten aufstieg. Der historische Stadtkern steht als Gesamtanlage unter Denkmalschutz, mit Stadtturm von 1400, Stadttor von 1774 und einer fünfjochigen Steinbogenbrücke über die Jagst von 1779. Der Stadtteil Lendsiedel, flächenmäßig der größte, entstand erst 1975 durch Zusammenschluss mit Kirchberg, und im Stadtteil Gaggstatt liegt mit Lobenhausen ein Weiler, dessen Burgruine auf dem Umlaufberg einer alten Jagstschlinge steht.
Auf 40,8 km² zählt die Postleitzahl 4.187 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 103 je Quadratkilometer. Kirchberg besitzt eine eigene Anschlussstelle an der A 6, rund 25 Kilometer von Schwäbisch Hall und 12 Kilometer von Crailsheim entfernt, und der Kocher-Jagst-Radweg führt als touristischer Rundkurs durch die Stadt.