Über die Postleitzahl 78266
Am rechten Ufer des Rheins liegt Büsingen am Hochrhein, die einzige deutsche Gemeinde, die vollständig von fremdem Staatsgebiet umgeben ist. Rechtsrheinisch grenzt Büsingen an den Kanton Schaffhausen, linksrheinisch an die Kantone Zürich und Thurgau – eine Exklave der Bundesrepublik mitten in der Schweiz. Verwaltet wird die Gemeinde im baden-württembergischen Landkreis Konstanz, angeschlossen an die Verwaltungsgemeinschaft Gottmadingen.
Erste archäologische Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Bronze- und Hallstattzeit zurück. Urkundlich erwähnt wurde Büsingen 1090, als es dem Kloster Allerheiligen in Schaffhausen geschenkt wurde. Über Jahrhunderte wechselten die Herrschaftsverhältnisse zwischen österreichischen Lehnsträgern und Schaffhauser Bürgern, bis der Ort schließlich als deutsche Gemeinde bestehen blieb, obwohl das umgebende Land längst zur Schweiz gehörte. Über dem Ort erhebt sich die romanische Bergkirche St. Michael aus dem 11. Jahrhundert, die als Urkirche von Schaffhausen gilt und seit 1939 samt Hügel unter Landschaftsschutz steht.
Heute leben auf 7,6 km² rund um Büsingen 1.436 Menschen, das ergibt eine Dichte von 189 Einwohnern je Quadratkilometer. Seit 1993 finden jährlich im August die Kammermusiktage in der Bergkirche statt, veranstaltet vom Verein Musikfreunde Bergkirche Büsingen. Am Sonntag nach Aschermittwoch zieht zudem die Narrenzunft Hobelgeiss mit ihrer Bauernfasnacht durch den Ort.