Über die Postleitzahl 83543
Rott am Inn, benannt nach dem Flüsschen Rott – der Name bedeutet so viel wie „roter Bach" –, liegt im Landkreis Rosenheim etwa auf halbem Weg zwischen der Stadt Rosenheim und Wasserburg am Inn. Sein Hauptort liegt erhöht an einer Geländekante, dort wo sich der Inn zum Rosenheimer Becken hin eintieft.
Geprägt wird der Ort von seiner Klostergeschichte: 1081 gründeten Pfalzgraf Kuno I. und seine Frau Uta von Dießen hier ein Benediktinerkloster; 1142 gestattete ihm Papst Innozenz II., seinen Abt selbst zu wählen, und es besaß Ländereien bis in den Bayerischen Wald und nach Tirol. Nach Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg ließ Abt Benedikt Lutz zwischen 1757 und 1776 anstelle der romanischen Basilika eine neue Kirche im Rokokostil errichten, an der namhafte Künstler ihrer Zeit mitwirkten; ab 1786 verfügte das Kloster sogar über eine eigene Sternwarte. Mit der Säkularisation 1803 endete diese Blütezeit, die Klosterkirche wurde einfache Pfarrkirche. 1876 erhielt Rott Anschluss an die Bahnstrecke Rosenheim–Mühldorf, 1882 wurde die Gemeinde Feldkirchen eingegliedert.
Auf 19,5 km² kommen 4.053 Einwohnerinnen und Einwohner, 208 je Quadratkilometer. Nachbarorte sind unter anderem Pfaffing, Emmering, Griesstätt und Ramerberg.