Über die Postleitzahl 92260
Westlich von Amberg, an der Ostflanke des Fränkischen Jura, teilt sich diese Postleitzahl zwischen der Gemeinde Ammerthal, die den größten Teil der Fläche stellt, und dem gemeindefreien, komplett bewaldeten Staatsforst Eichen. Ammerthal selbst liegt dort, wo der Ammerbach entspringt und sich gleich drei Täler treffen; zu seinen Gemeindeteilen zählen das Dorf Viehberg sowie die Weiler Fichtenhof und Hirnmühle.
Schon aus der Bronze- und Hallstattzeit lassen sich im Raum Ammerthal Siedlungsspuren nachweisen. In karolingischer Zeit entstand im heutigen Oberammerthal eine großflächige Befestigung, die der Chronist Thietmar von Merseburg 1003 unter dem lateinischen Namen „Armardela“ erwähnt – damals belagerten sie Truppen König Heinrichs II., nach der Übergabe wurde sie teilweise zerstört. Nach 1035 diente der Ort den Grafen von Sulzbach als Verwaltungssitz im Kernraum ihres Besitzes um Sulzbach und Kastl, später besaß dort der Malteserorden eine Kommende. Der kleine Staatsforst Eichen wird im Norden von der Bundesstraße 85 begrenzt und erreicht mit dem Buchenknock seine höchste Erhebung.
Mit 10,9 km² ist dies eine der kleineren Postleitzahlen der Gegend, 2.087 Einwohnerinnen und Einwohner ergeben 192 je Quadratkilometer. Eine Kreisstraße stellt die Verbindung nach Amberg und Illschwang her.