Über die Postleitzahl 44651
Der Stadtbezirk Eickel im Südwesten von Herne bildet diese Postleitzahl, mit den Ortsteilen Eickel und Röhlinghausen sowie einem kleinen Anteil von Wanne-Süd. Bis 1974 gehörte Eickel zusammen mit Wanne zur eigenständigen kreisfreien Stadt Wanne-Eickel, ehe sich diese im Zuge der Ruhrgebiets-Gebietsreform mit Herne zusammenschloss.
Eickel wird sagenhaft schon im Frühmittelalter als „eclo“ genannt, für das Hochmittelalter gilt eine Nennung als gesichert; eine – wohl im 12. Jahrhundert gefälschte – Urkunde datiert auf 1085 den Besitz des Oberhofs Eickel durch das Kölner Benediktinerkloster St. Pantaleon. 1690 wurde der Adelsfamilie auf der Dorneburg die Rechtsprechung über das Dorf Eickel und mehrere umliegende Bauerschaften übertragen, und 1876 begann in der abgeteuften Zeche Hannibal die Kohleförderung. Röhlinghausen, dessen Name auf gerodeten Boden verweist, ist ähnlich alt: Um 1220 war der Ort als „Rodelinchusen“ den Oberhöfen Eickel und Hordel abgabepflichtig, und während der Großen Dortmunder Fehde ließ 1389 der Adelige Bitter von Raesfeld dort Höfe plündern. Ab 1856 prägte die neu abgeteufte Zeche Königsgrube den Ort, für deren Bergleute die Arbeitersiedlungen Kolonie Königsgrube und eine Kolonie der Zeche Hannover entstanden.
Diese Postleitzahl umfasst 5,5 km² mit 20.121 Einwohnerinnen und Einwohnern, das ergibt 3.667 Einwohner je Quadratkilometer. Sie grenzt an Bochum, Gelsenkirchen und das übrige Herne.