Über die Postleitzahl 44809
Nordwestlich der Bochumer Innenstadt liegen die Stadtteile Hofstede und Hamme, die zusammen mit einem kleinen Anteil an Herne diese Postleitzahl bilden. Hofstede gehörte bis 1904 als eigene Amt- und Landgemeinde zum Landkreis Bochum und wurde dann zusammen mit Hamme, Grumme und Wiemelhausen eingemeindet, als sich die Stadt im Zuge des Zechenausbaus über ihre ursprünglichen Grenzen hinaus ausdehnte. Auf dem Gebiet des heutigen Hofstede lag einst das Rittergut Haus Nosthausen, dessen Schürfrechte später der Zeche Hannibal den Namen gaben.
Hamme entstand auf einem Gebiet, das schon in germanischer Zeit vom Stamm der Brukterer besiedelt war, ehe die Franken unter Karl dem Großen es den Sachsen entrissen und die Christianisierung 802 mit der Gründung des Klosters Werden begann. Bis weit ins 19. Jahrhundert waren dort die Bezeichnungen Hundhamme und Goldhamme gebräuchlich, die zwei räumlich getrennte Siedlungsteile bezeichneten. Im kleinen Ortsteil Marmelshagen, der heute zu Hofstede zählt, sind Bauernstellen bereits im Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 verzeichnet.
Mit 20.023 Einwohnerinnen und Einwohnern auf 5,7 km² kommt die PLZ auf eine Dichte von 3.535 je Quadratkilometer. Nachbarplätze liegen sowohl in Bochum als auch im angrenzenden Herne.