Über die Postleitzahl 44866
Im Norden des Bochumer Stadtbezirks Wattenscheid, an der Grenze zu Herne und Gelsenkirchen, liegen die Stadtteile Günnigfeld und Leithe, aus denen sich diese Postleitzahl vor allem zusammensetzt; kleinere Anteile reichen bis nach Westenfeld und Hordel. Günnigfeld war einst Standort einer Schachtanlage der Zeche Hannover, deren Bergleute in der noch erhaltenen „Kolonie Hannover“ mit Straßen nach männlichen Vornamen wohnten – heute erinnert die Grünanlage Kruppwald an diese Zeit. Der Stadtteil wurde 1926 nach Wattenscheid eingemeindet, kleine Gebietsteile fielen damals an Gelsenkirchen und das heutige Herne.
Leithe hieß vor seiner Eingemeindung offiziell Leithe (Westf.) und wurde oft auch Westfälisch Leithe genannt, zur Unterscheidung vom rheinischen Leithe, das jenseits des Leither Bachs beginnt. An der Grenze zu Essen steht die ehemalige Kornbrennerei Schulte Kemna, in der einst der westfälische Schnaps „Weizenjunge“ gebrannt wurde. Wie Günnigfeld kam auch Leithe 1926 zu Wattenscheid und mit dessen Eingemeindung 1975 schließlich zu Bochum.
Die PLZ umfasst 9,4 km² mit 34.795 Einwohnerinnen und Einwohnern, was einer Dichte von 3.692 je Quadratkilometer entspricht. Über die Grenzen nach Herne, Gelsenkirchen und Essen hinaus schließen sich weitere Bochumer Stadtteile an.