Über die Postleitzahl 45134
Stadtwald und Rellinghausen im Süden Essens bilden zusammen den Kern dieser Postleitzahl. Rellinghausen geht auf einen Oberhof des Ehepaares Eggihard und Rikilt zurück und hieß nach 860 niederfränkisch Rellekhusen; das dortige Damenstift feierte 1996 sein tausendjähriges Bestehen. Schon um 750 soll dort, wo heute die Pfarrkirche St. Lambertus steht, ein erster Kirchbau gestanden haben; im 11. oder 12. Jahrhundert folgte eine romanische Pfeilerbasilika, die erst 1822 wieder abgerissen wurde. Vom einstigen Steinkohlenbergbau der Umgebung ist heute kaum mehr etwas zu sehen.
Stadtwald liegt nördlich des Baldeneysees auf den Ruhrhöhen und diente als Kornkammer des Stifts Rellinghausen, zu dem das Gebiet bis zur gemeinsamen Eingemeindung nach Essen 1910 gehörte. Namen alter Höfe leben in Straßen und Gaststätten fort, etwa an der Vittinghoffstraße, benannt nach Haus Vittinghoff – der Motte einer mittelalterlichen Wasserburg, die als Bodendenkmal erhalten ist und 1272 an Heinrich II. von Vittinghoff überging. Der denkmalgeschützte Gebrandenhof, ein 1798 errichtetes niederdeutsches Hallenhaus, wurde noch bis 1940 landwirtschaftlich genutzt.
Auf 5,2 km² zählt die PLZ 11.490 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 2.194 je Quadratkilometer. Kleinere Anteile reichen bis nach Bredeney.