Über die Postleitzahl 45127
Am Burgplatz, an der Kettwiger Straße, steht das Essener Münster als Ursprungsort der Stadt: Es diente einst als Kirche des Damenstifts, das um 845 von Bischof Altfrid von Hildesheim gegründet wurde. Um dieses Gebiet zog sich von 1244 bis 1865 die Essener Stadtmauer, deren Umriss noch heute fast genau den Stadtteil Stadtkern nachzeichnet, der den Kern dieser Postleitzahl bildet; westlich und östlich schließen sich das Westviertel und das Ostviertel an.
Mit der Industrialisierung und dem Wachstum der Krupp-Gussstahlfabrik zogen immer mehr Arbeitskräfte in die Stadt, sodass 1861 im Stadtkern erstmals Häuser nach Straßennamen statt einzeln durchnummeriert wurden. Bis zur fast vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg war die Innenstadt vor allem Wohnquartier; erst danach setzte sich die schon 1938 geprägte Selbstbezeichnung als „Einkaufsstadt“ durch, und die Einzelhandelsumsätze verdoppelten sich bis 1960 gegenüber 1950. Von 1944 bis März 1945 bestand hier zudem das KZ-Außenlager Schwarze Poth, an das seit 2002 eine Gedenkstätte erinnert.
Auf 2,3 km² zählt die PLZ 10.920 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 4.696 je Quadratkilometer. Sie liegt mitten in Essen, umgeben von weiteren Vierteln der Innenstadt.