Über die Postleitzahl 45131
Rüttenscheid, südlich der Essener Innenstadt gelegen, füllt diese Postleitzahl fast vollständig aus. Der Stadtteil wird erstmals um das Jahr 970 urkundlich erwähnt, wobei die dazugehörige Bauernsiedlung Fugalinghusen – das heutige Vöcklinghausen – schon 943 auftaucht. Im alten Rüttenscheider Rathaus fand ab 1908 die städtische Handwerker- und Kunstgewerbeschule Platz, aus der später die Folkwang-Schule für Gestaltung hervorging, während an der Ecke Alfredstraße/Martinstraße um 1900 die erste evangelische Gemeindekirche entstand.
Im Zweiten Weltkrieg wurde Rüttenscheid zu großen Teilen zerstört; das sogenannte Montagsloch, einer der zahlreichen von Regenwasser gefüllten Bombenkrater, steht bis heute für einen dunklen Punkt der Stadtteilgeschichte. Der frühere Rüttenscheider Bahnhof an der Strecke Mülheim-Heißen–Altendorf wich Ende der 1990er Jahre dem Parkplatz der Grugahalle. Erst kurz vor 1900 erhielten die bis dahin nur spärlich vorhandenen Häuser des Stadtteils eigene Straßennamen, statt wie zuvor schlicht durchnummeriert zu sein.
Auf 2,4 km² leben in dieser PLZ 12.290 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt eine Dichte von 5.174 je Quadratkilometer. Umliegende PLZ decken weitere Teile des Essener Südens ab.