Über die Postleitzahl 45329
Karnap, der nördlichste Stadtteil Essens und einzige jenseits der Emscher, prägt zusammen mit Altenessen-Nord die Postleitzahl 45329 an der Grenze zu Gelsenkirchen, Gladbeck und Bottrop.
Carnap, wie der Ort bis 1910 geschrieben wurde, ist seit 1332 urkundlich belegt und gehörte lange zur Bürgermeisterei Altenessen; bei deren Eingemeindung 1915 erhielt Karnap für wenige Jahre kommunale Selbstständigkeit, ehe es 1929 endgültig zu Essen kam. Über ein Jahrhundert bestimmte der Steinkohlenbergbau das Leben, bis mit der Stilllegung der Zeche Mathias Stinnes Ende 1972 binnen eines knappen Jahrzehnts zahlreiche Arbeitsplätze verloren gingen; die zugehörige, seit 2005 denkmalgeschützte Mathias-Stinnes-Siedlung entstand zwischen 1890 und 1910 für Bergleute vor allem aus Ost- und Westpreußen. Heute betreiben gleich fünf Ruhrgebietsstädte gemeinsam ein Müllheizkraftwerk an diesem Standort, neben Essen selbst auch Mülheim an der Ruhr, Bottrop, Gladbeck und Gelsenkirchen, und am Rhein-Herne-Kanal liegt der auf einer ehemaligen Deponie angelegte Emscherpark.
Altenessen-Nord bildet das südliche Gegenstück zu Karnap innerhalb dieser Postleitzahl. Der Zensus zählt für die Postleitzahl 45329 24.268 Einwohnerinnen und Einwohner auf 9,6 km², das entspricht 2.533 je Quadratkilometer.