Über die Postleitzahl 34119
Westlich der Kasseler Innenstadt erstreckt sich unter der Postleitzahl 34119 vor allem der Stadtteil Vorderer Westen, ergänzt um einen Teil von Rothenditmold und einen kleinen Abschnitt von Mitte. Bis 2010 hieß der Vordere Westen offiziell schlicht West; sein dichtes Gründerzeitbild verdankt der Stadtteil dem Kasseler Industriellen Sigmund Aschrott. Mittig verläuft die Friedrich-Ebert-Straße mit dem Bebelplatz und der Stadthalle samt Stadthallengarten und Rosengarten; der Stadtteil grenzt an Rothenditmold, Mitte, Wehlheiden, Bad Wilhelmshöhe und Kirchditmold.
Rothenditmold selbst, dessen Name 1219 erstmals als „Roden-Ditmelle“ urkundlich erscheint, wuchs nach dem Eisenbahnanschluss Kassels 1848 binnen weniger Jahrzehnte vom Dorf zum dicht besiedelten Arbeiterviertel. Prägend dafür war die expandierende Firma Henschel mit ihrem Werk Rothenditmold sowie die Waggonfabrik Wegmann & Co. Auf der Anhöhe oberhalb des alten Ortskerns entstand von 1929 bis 1931 die Rothenbergsiedlung nach Plänen des Architekten Otto Haesler, ein architekturgeschichtlich bedeutendes Beispiel früher Industriemoderne im sozialen Wohnungsbau.
Auf der Fläche der Postleitzahl leben 15.426 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt bei 2,3 km² eine Dichte von 6.748 je Quadratkilometer. Benachbart liegen die Kasseler Postleitzahlen 34117, 34121 und 34130.