Über die Postleitzahl 34125
Im Norden Kassels, an der Fulda gelegen, bildet die Postleitzahl 34125 vor allem die Stadtteile Wolfsanger-Hasenhecke und Fasanenhof ab, dazu kommen Anteile von Wesertor und Unterneustadt. Wolfsanger ist mit seiner ersten urkundlichen Erwähnung als „Vulvisanger“ im Jahr 811, ausgestellt unter Kaiser Karl dem Großen in Aachen, der älteste urkundlich bezeugte Teil Kassels – über 100 Jahre älter als die Stadt selbst. Als Grenzsiedlung zwischen sächsischem und fränkischem Stammesgebiet war es Gerichtsstätte, schon um 1100 wurde hier Recht gesprochen. Am Erntedanktag 1943 zerstörten Bombenangriffe große Teile des Ortes einschließlich der 1725 erbauten Johanniskirche, von den einst zahlreichen Bauernhöfen blieben nur 28 Häuser stehen.
Fasanenhof geht auf einen 1640 erstmals erwähnten Fasangarten der Landgräfin Amalie Elisabeth von Hanau-Münzenberg zurück, der über mehrere Generationen der Landgrafen weiterverkauft und schließlich 1920 von der Stadt Kassel erworben wurde, um dort Wohnungen für untere Einkommensschichten zu errichten. 1926 erfolgte die politische Eingemeindung, 1936 kamen die St.-Bonifatius-Kirche und die Erlöserkirche hinzu. Nach der Zerstörung der historischen Domäne im Zweiten Weltkrieg entstand an ihrer Stelle in den 1960er Jahren die Seniorenwohnanlage Heinrich-Constantin-Heim.
Auf der Fläche der Postleitzahl leben 25.029 Menschen bei einer Dichte von 2.235 Einwohnern je Quadratkilometer, die Fläche beträgt 11,2 km². Nachbargebiete sind die Kasseler Postleitzahlen 34117, 34123 und 34127 sowie die Gemeinde Fuldatal.