Über die Postleitzahl 34130
Westlich der Kasseler Innenstadt liegt unter der Postleitzahl 34130 fast vollständig der Stadtteil Kirchditmold, ergänzt um einen kleinen Anteil von Harleshausen. Kirchditmold zählt zu den ältesten Teilen Kassels: Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1019, angelegt wurde er aber wohl schon zur Zeit des Bonifatius, und Anfang des 11. Jahrhunderts predigte hier der heilige Heimerad. Die damalige Martinskirche stand auf einer Anhöhe, an der Stelle einer noch älteren heidnischen Opferstätte, und war in fränkischer Zeit Sitz eines Erzpriesters.
Vom Ende des 11. Jahrhunderts an lag die Aufsicht über das Obergericht Kirchditmold in den Händen der Grafen von Schauenburg. Nach dem Aussterben der thüringischen Landgrafen 1247 versuchte der Mainzer Erzbischof Siegfried von Eppstein, sich unter Berufung auf alte Rechte des Gerichts Ditmold zu bemächtigen, was den Thüringisch-hessischen Erbfolgekrieg auslöste. 1385 wurde der Ort während der Belagerung Kassels geplündert, in den 1520er und 1530er Jahren wandte sich die Bevölkerung dem evangelischen Glauben zu. Im Siebenjährigen Krieg erlebte Kirchditmold wiederholt Gefechte und durchziehende Truppen. Nachdem der Turm der alten Taufkirche 1780 eingestürzt war, baute man am selben Platz bis 1792 die noch heute bestehende Kirche Kirchditmold.
Auf der Fläche der Postleitzahl leben 9.136 Menschen, das ergibt bei 3,7 km² eine Dichte von 2.488 Einwohnern je Quadratkilometer. Angrenzende Kasseler Postleitzahlen sind 34119, 34128 und 34131.