Über die Postleitzahl 34134
Im Süden Kassels erstreckt sich die Postleitzahl 34134 vor allem über den Stadtteil Niederzwehren sowie Süsterfeld-Helleböhn, ergänzt um einen kleinen Teil von Oberzwehren und der Dönche. Niederzwehren, flächenmäßig der drittgrößte Kasseler Stadtteil, taucht schon 1074 unter dem Namen „Tweron“ in einem Güterverzeichnis des Klosters Hasungen auf; seine heutige Bezeichnung dient der Abgrenzung vom benachbarten Oberzwehren. Hier lebte einst Dorothea Viehmann, die den Brüdern Grimm zahlreiche Märchen erzählte. Das Dorf wurde im Lauf seiner Geschichte mehrfach zerstört, etwa 1402 im Streit zwischen dem Mainzer Erzbischof und den hessischen Landgrafen sowie im Dreißigjährigen Krieg, und entwickelte sich im 20. Jahrhundert vom Bauerndorf zum Industriestandort, unter anderem mit der Waggonfabrik Gebrüder Credé.
Süsterfeld-Helleböhn setzt sich aus vier deutlich unterscheidbaren Quartieren zusammen: Süsterfeld mit Bebauung aus den 1930er Jahren, die Großsiedlung Helleböhn aus den 1950er Jahren, seinerzeit ein vielbeachtetes Modellvorhaben, das gehobene Wohnviertel Holzgarten und die documenta urbana, eine kurz nach 1980 im Zusammenhang mit der siebten Documenta gebaute Siedlung mit vorbildhaftem kleinteiligem Wohnungsbau. Ein Randstreifen des Stadtteils reicht in die Dönche hinein und grenzt an den Westfriedhof.
Auf der Fläche der Postleitzahl leben 17.920 Menschen auf 11,0 km², das ergibt eine Dichte von 1.633 Einwohnern je Quadratkilometer. Angrenzend liegen weitere Kasseler Postleitzahlen sowie die Stadt Baunatal und die Gemeinde Fuldabrück.