Über die Postleitzahl 44795
Der Stadtteil Weitmar, südlich der Bochumer Innenstadt gelegen, füllt diese Postleitzahl fast vollständig aus – zusammen mit den Ortsteilen Bärendorf und Neuling und einem kleinen Zipfel der Innenstadt selbst.
Weitmar taucht erstmals um das Jahr 1000 in einem Güterverzeichnis der Reichsabtei Werden auf – damals noch als „Uuedmeri“ – und wechselte seine Schreibweise über die Jahrhunderte mehrfach, bis sich 1841 der heutige Name durchsetzte; als eigene Bauerschaft gehörte es im Niederamt Bochum zur Grafschaft Mark. Das Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 verzeichnet 20 steuerpflichtige Hofbesitzer, darunter Henrick Hesinck mit einer Abgabe von sechs Goldgulden an das Stift Essen. Prägend für den Ort war lange der Adelssitz Haus Weitmar, dessen Kirche 1543 während der Reformation evangelisch wurde – die erhaltene Ruine gehört zu den ältesten Spuren der Reformation im Bochumer Raum. Der Ortsteil Bärendorf, benannt nach dem gleichnamigen, heute verschwundenen Rittergut, ist vor allem für sein Gewerbegebiet an der Rombacher Hütte bekannt. Neuling wiederum war bis ins 18. Jahrhundert eine rund 250 Morgen große Waldfläche, die Freiherr von Schell teilweise abholzen und an Bergleute verpachten ließ, ehe daraus ab 1830 eine Siedlung wurde.
Diese Postleitzahl umfasst 8,1 km² mit 25.007 Einwohnerinnen und Einwohnern, das entspricht 3.069 Einwohnern je Quadratkilometer. Sie grenzt an mehrere weitere Bochumer Postleitzahlen, darunter 44793, 44797 und 44799.