Über die Postleitzahl 44797
Der Süden Bochums, begrenzt durch die Ruhr Richtung Witten und Hattingen, gehört zu dieser Postleitzahl: Sie wird vom flächengrößten Stadtteil der Stadt, Stiepel, eingenommen, ergänzt um den Ortsteil Sundern und einen Anteil des Stadtteils Weitmar.
Stiepel erscheint um 900 als „Stipula“ im Heberegister des Klosters Werden und besitzt mit der um 1008 errichteten Dorfkirche eines der ältesten Bauwerke Bochums; zuvor hatte Kaiser Otto III. den Hof Stiepel dem Grafen Liutger geschenkt, dessen Frau Imma ihn später dem Bischof von Bremen vermachte. Über die Jahrhunderte bestanden hier gleich vier Adelssitze, und von 1414 bis 1647 waren die Herren von der Recke auf Haus Kemnade Gerichtsherren des Hochgerichts Stiepel. Auf kurzer Strecke überwindet der Stadtteil große Höhenunterschiede: Am höchsten Punkt Bochums an der Kemnader Straße liegen 196 Meter über Normalnull, an der Ruhr nur 70 Meter. Bereits 1755 zählte man in Stiepel acht Zechen. Der benachbarte Ortsteil Sundern besaß ab 1931 eine Freilichtbühne für bis zu 6000 Zuschauer, die nach anfänglichen Theaterspielen später für NSDAP-Veranstaltungen missbraucht wurde und in der Nachkriegszeit schließlich mangels Wirtschaftlichkeit schloss.
Auf 15,2 km² – der größten Fläche unter den benachbarten Postleitzahlen – leben 13.420 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 885 Einwohner je Quadratkilometer. Angrenzende Postleitzahlen liegen auch in Hattingen und Witten.