Über die Postleitzahl 44801
Der Stadtteil Querenburg mit der Großwohnsiedlung Hustadt bildet den größten Teil dieser Postleitzahl im Süden Bochums, dazu kommen Anteile von Laer und Wiemelhausen sowie ein kleiner Zipfel auf Wittener Gebiet.
Querenburg geht auf eine fränkische Sippensiedlung von 790 zurück, zu der vier freie Höfe gehörten, darunter Frielinghausen und Schulte Overberg; beim Bau der Ruhr-Universität legten Ausgrabungen ab 1964 sogar Siedlungsspuren frei, die auf etwa 4000 vor Christus datiert wurden. Im Waldstück Kalwes explodierte 1914 ein in den Fels eingelassenes Sprengstoffdepot mit tödlichen Folgen für Menschen und Pferde. Erst 1929 verlor Querenburg seine Eigenständigkeit als Gemeinde im Kreis Bochum. Die Innere Hustadt entstand in den 1960er und 1970er Jahren als hoch verdichtete Großwohnsiedlung mit rund 1100 Wohnungen in bis zu vierzehn Geschossen, konzipiert als Teil der „Universitätsrahmenstadt“ rund um die neue Ruhr-Universität. Laer, dessen Name vom althochdeutschen Wort für Weideplatz stammt, ist seit rund 900 als „lahari“ belegt; historisch bedeutsam ist die Wasserburg Haus Laer aus dem Jahr 940, die noch heute besichtigt und für Feste gemietet werden kann.
Auf 8,7 km² leben 15.437 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 1.771 Einwohner je Quadratkilometer. Die Postleitzahl reicht bis an die Stadtgrenze zu Witten heran.