Über die Postleitzahl 44791
Nordöstlich der Bochumer Innenstadt liegt diese Postleitzahl, geteilt zwischen den Stadtbezirken Bochum-Mitte und Bochum-Nord, mit den Stadtteilen Harpen, Grumme, Altenbochum und einem Anteil der Innenstadt selbst.
Harpen – eigentlich „Kirchharpen“ zur Unterscheidung von Kornharpen – bestand schon vor dem Jahr 1000 als dörfliche Gemeinschaft, wie die um diese Zeit datierten Teile der St.-Vinzentius-Kirche belegen. Einer Sage nach raubten Harpener Bauern während der Großen Dortmunder Fehde 1388/89 bei einem Ausfall Dortmunder Vieh aus dem Grafengebiet, das Bochumer Junggesellen zurückeroberten; zum Dank durften sie fortan jährlich eine Eiche im gräflichen Wald als Maibaum schlagen, woraus das bis heute gepflegte Maischützenfest der Bochumer Maiabendgesellschaft entstand. Um 1850 entstanden rund um den agrarischen Ortskern mehrere Zechen der späteren Harpener Bergbau AG, und ab 1965 wurde im Norden über zehn Jahre die Siedlung Auf dem Rosenberg mit rund 1300 Wohnungen gebaut. Grumme, bereits 1150 als „Grumheim“ im Urbar der Reichsabtei Werden genannt, zählte damals wohl rund zehn Bauernhöfe und veränderte sich über Jahrhunderte kaum. Altenbochum wiederum erscheint um 900 im selben Heberegister als „aldanbochem“ – auffällig ist, dass Bochum selbst dort noch nicht genannt wird, wohl aber die es umgebenden Bauerschaften.
Auf 7,6 km² zählt diese Postleitzahl 15.540 Einwohnerinnen und Einwohner, das entspricht 2.036 Einwohnern je Quadratkilometer. Sie grenzt an die Innenstadt-Postleitzahl 44787 sowie an mehrere weitere Bochumer Gebiete.