Über die Postleitzahl 44892
Langendreer, der östlichste Stadtteil Bochums, trägt den größten Teil dieser Postleitzahl im Stadtbezirk Ost; kleinere Anteile reichen bis nach Querenburg und Laer. Der Name geht auf die Bezeichnung Threiri zurück, die bereits gegen 900 im Heberegister der Abtei Werden erscheint, und beschreibt die drei Siedlungsschwerpunkte des mittelalterlichen Ortes. Im Jahr 1599 legten spanische Truppen unter dem Befehlshaber La Barlotta das Dorf samt Kirche und Ritterburg vollständig in Schutt und Asche; erst 1929 wurde Langendreer, das zuvor über die napoleonische Mairie Witten und die preußische Grafschaft Mark verwaltet worden war, als Stadtteil nach Bochum eingemeindet.
Zu Langendreer zählen die Ortsteile Kaltehardt, das seinen Namen der besonders kalten Lage am Nordhang des Westerberges verdankt, und Langendreerholz mit dem 200 Jahre alten Hof Ruhe als Relikt der vorindustriellen Landwirtschaft sowie der evangelischen Pauluskirche von 1905. Der Langendreerbach mündet am beliebten Ümminger See in den Oelbach, unweit des historischen Friedhofs im alten Kirchspiel Ümmingen, das seit dem Mittelalter auch Laer und Querenburg umfasste. Querenburg selbst, heute Standort der Ruhr-Universität, geht auf eine fränkische Sippensiedlung aus dem Jahr 790 zurück.
Die PLZ erstreckt sich über 10,3 km² und zählt 25.860 Einwohnerinnen und Einwohner, das ergibt 2.502 je Quadratkilometer. Nachbar-PLZ liegen sowohl im übrigen Bochum als auch im benachbarten Witten und Dortmund.